Personen - Der tote Vincent malt und malt - Ein Tatsachenroman

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Collage mit Persönlichkeiten
Personen
Nachfolgend sind alle Personen aufgelistet, die im Roman auftreten. Dies sind sowohl die fiktionalen Romanfiguren als auch authentische, historische Personen. Letztere sind noch einmal untergliedert in handelnde Personen und jene, die lediglich erwähnt werden, darunter zahlreiche Künstler.    

Romanfiguren (fiktional)
Auwald, Max (*22. Juni 1902 in Leipzig)
Volontär, später Journalist der Vossischen Zeitung im Ullstein-Verlag. Enthüllt 1928 die Van-Gogh-Fälschungen und löst damit den Wacker-Skandal aus. Geliebter von Jenny Konopke, Freund von Benno Grünspan und Earl T. Schwarzburg. (f)
Blumenreuther, Lotte (*1888 in Tempelhof)
Sekretärin im Vorzimmer der Feuilleton-Chefs der Vossischen Zeitung im Berliner Zeitungsviertel. (f)
Feder, Fritz (*20. April 1895 in Berlin)
Journalist im Feuilleton der Vossischen Zeitung im Ullstein-Verlag. Zimmerkollege von Max Auwald. Verdeckter Nationalsozialist. (f)
Führender Genosse (*1875 in Poltawa)
Hochrangiger Mitarbeiter der Kulturabteilung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (Bolschewiki) im Moskauer Kreml. (f)
Grünspan, Benno (*31. März 1903 in Berlin-Tiergarten)
Junger Technik-Journalist des Berliner Tageblatts im Mosse-Verlag. Freund von Max Auwald. (f)
Konopke, Jenny, Dr. (*26. September 1903 in Charlottenburg)
Junge Kunsthistorikerin. Assistentin von Prof. Ludwig Justi. Arbeitet in der Neuen Abteilung der Berliner Nationalgalerie im Kronprinzenpalais. Geliebte von Max Auwald und Freundin von Luna Ladoga. (f)
Ladoga, Luna (*25. November 1900 in St. Petersburg)
Junge sowjetische Kunsthistorikerin. Berliner Korrespondentin der Moskauer Regierungszeitung Iswestija. Freundin von Jenny Konopke. (f)
Newidin (*irgendwann und irgendwo in Russland)
Enger Mitarbeiter von Graf Orlow. Kalte, undurchsichtige Gestalt. Arbeitet offensichtlich für den sowjetischen Geheimdienst GPU. (f)
Orlow, Graf Alexander Nikolajewitsch (*1895 in St. Petersburg)
Frei erfundener, junger russischer Adliger. So eine Person soll nach Aussagen von Otto Wacker nach der Oktoberrevolution eine große Kunstsammlung aus Sowjetrussland in die Schweiz geschmuggelt haben. Darunter sollen 35 Van-Gogh-Gemälde gewesen sein. (f)
Schwarze Dame (*um 1890 im Hessischen)
Informantin, die Max Auwald 1928 inkognito Beweise für die Fälschungen liefert. Mitarbeiterin des Deutschen Museumsbundes in Frankfurt/Main. (f)
Sokolowa, Olga Iwanowna (*um 1890 in Russland)
Mitbewohnerin von Luna Ladoga in Meyers Hof, Berlin-Wedding. Sekretärin der sowjetischen Handelsvertretung. (f)
Schwarzburg, Earl T. (*31. August 1901 in Milwaukee/Wisconsin)
Junger, deutschstämmiger US-Journalist. Korrespondent im Berliner Büro von Associated Press of America (AP). Freund von Max Auwald. (f)

Historische Personen (handelnd)
Arnhold, Johanna, geb. Arnthal (1859–1929)
Witwe von Eduard Arnhold und Erbin der Kunstsammlung. (h)
d'Audretsch, Herman Eduard (1872–1966)
Niederländischer Kunsthändler in Den Haag. (h)
Beekhuis, Aleida Magdeltje (1866–1945)
Gattin des niederländischen Kunstexperten Hendricus Petrus Bremmer. (h)
Bernhard, Georg (1875–1944)
Deutscher Publizist. 1914–1930 Chefredakteur von Ullsteins Vossischer Zeitung. Emigrierte 1933 nach Paris und 1941 weiter nach New York. (h)
Blumenreich, Leo (1884–1932)
Deutscher Kunsthistoriker. 1916–1923 Mitinhaber des Kunstsalons Paul Cassirer. Schrieb positive Gutachten für Wacker-van-Goghs. (h)
Braun, Alfred (1888–1978)
Deutscher Schauspieler und berühmter Rundfunk-Reporter der 20er Jahre. (h)
Brecht, Bertold (1898–1956)
Deutscher Dramatiker und Lyriker. Schrieb u.a. die Dreigroschenoper (1928) und Teile des Drehbuchs für den proletarischen Film Kuhle Wampe (1932). (h)
Bremmer, Hendricus Petrus (1871–1956)
Niederländischer Kunstlehrer und Kunstsammler. Berater von Helene Kröller-Müller. 1932 Sachverständiger im Wacker-Prozess. (h)
Brittner, Karl, Prof. (1883–1958)
Leiter des Laboratoriums der Berliner Museen. 1932 Sachverständiger im Wacker-Prozess. (h)
Dinter, Artur, Dr. (1876–1948)
Völkischer Schriftsteller und Politiker. NSDAP-Mitglied bis 1928, dann Ausschluss wegen eigenwilliger Auffassungen. (h)
Durieux, Tilla; eigentlich Ottilie Godeffroy (1880–1971)
Schauspielerin. Gattin von Eugen Spiro und 1910–1926 von Paul Cassirer. Franz von Stuck hat sie 1912 als Circe gemalt. (h)
Ehring, Richard (?–?)
Ab 1929 Leiter des Presse- und Informationsbüros der sowjetischen Handelsvertretung in Berlin. (h)
Elbau, Julius; eigentlich Julius Mandelbaum (1881–1965)
Stellvertretender Chefredakteur und 1930–1933 Chefredakteur der Vossischen Zeitung. (h)
Faille, Jacob-Baart de la, Dr. (1886–1959)
Niederländischer Jurist und Kunstexperte. Autor des Werkverzeichnisses L’œvre de Vincent van Gogh – catalogue raisonné (1928) und des Ergänzungsbandes Les faux van Gogh (1930). Fertigte 30 Gutachten für Wacker-van-Goghs an, widerrief alle und erklärte dann 5 Gemälde erneut für echt. (h)
Feilchenfeldt, Walter, Dr. (1894–1953)
Deutscher Kunsthändler. Seit 1919 Mitinhaber des Kunstsalons Paul Cassirer. Führte ihn nach dessen Tod mit Dr. Grete Ring weiter. 1932 Zeuge im Wacker-Prozess. (h)
Feltkamp, Wilhelmina Cornelia (1900–?)
Nichte von H.P. Bremmer. Führte um 1929 gemeinsam mit ihrem Bruder das Hotel Rijnland in Leiden, Steenstraat 37, in dem Otto Wacker verunglückte. (h)
Feltkamp, Willem Cornelis (1898–1974)
Neffe von H.P. Bremmer. Führte um 1929 gemeinsam mit seiner Schwester das Hotel Rijnland in Leiden, Steenstraat 37, in dem Otto Wacker verunglückte. (h)
Flechtheim, Alfred (1878–1937)
Kunsthändler der Moderne in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Köln und Wien. Die Berliner Galerie lag 1921–1933 am Lützowufer 13. (h)
Fransen van de Putte, Leatricia Alison Eleonore (1891–1973)
Ehegattin von Jacob-Baart de la Faille. (h)
Gaab, Fritz (?–?)
Diplom-Ingenieur. Zeitweise Verwalter des Rittergutes Holzdorf bei Weimar. 1932–1946 Mitgeschäftsführer der Strebelwerke in Mannheim. (h)
Gans, Dr. (?–?)
Arzt im St.-Elisabeth-Krankenhaus von Leiden. Behandelte Otto Wacker nach dem mutmaßlichen Attentat. (h)
Garnier, Cornelis Matthijs (1888–1966)
Leiter des Erkennungsdienstes der Polizei Utrecht. Im Wacker-Prozess 1932 Sachverständiger für Fingerabdrücke. (h)
Gerstenberg, Otto (1848–1935)
Generaldirektor und ab 1913 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Victoria-Versicherung. Bedeutender Kunstsammler. (h)
Glaser, Curt, Prof. Dr. (1879–1943)
Deutscher Mediziner und Kunstsammler. Kunstkritiker des Berliner Börsen-Couriers. 1924–1933 Direktor der Kunstbibliothek in der Prinz-Albrecht-Straße. (h)
Goebbels, Joseph, Dr. (1897–1945)
Führender NS-Politiker mit ausgeprägten kulturellen Neigungen. 1933–1945 Reichspropagandaminister. Einer der Hauptverantwortlichen für die Verbrechen des Nationalsozialismus. (h)
Gogh, Vincent Willem van (1890–1978)
Niederländischer Ingenieur. Neffe und Erbe von Vincent van Gogh. 1932 Zeuge im Wacker-Prozess. Gründete 1960 die Van-Gogh-Stiftung und übergab ihr den Nachlass, der 1973 in das neu errichtete Van-Gogh-Museum Amsterdam kam. (h)
Goldschmidt, Ivan, Dr. (1878–1944)
Deutscher Rechtsanwalt. Verteidiger von Otto Wacker im Prozess. 1944 in Auschwitz ermordet. (h)
Goldstein, Moritz, Dr., Pseudonym Inquit (1880–1977)
Deutscher Germanist. Gerichtsberichterstatter der Vossischen Zeitung. 1933 Emigration nach Italien, dann nach England und schließlich in die USA. (h)
Gosebruch, Ernst (1872–1953)
Deutscher Museumsdirektor. Holte nach dem Tod von Ernst Karl Osthaus dessen Sammlung von Hagen nach Essen und gründete dort 1922 das Museum Folkwang. (h)
Gratkowski, Erich (1894–1970)
Kunsthändler, Restaurator, zeitweise Fuhrunternehmer. Lebensgefährte von Otto Wacker. (h)
Gronski, Iwan (?–?)
1931–1934 Chefredakteur der sowjetischen Regierungszeitung Iswestija. 1938 feindlicher Tätigkeit beschuldigt und verhaftet. (h)
Hayner, Max, Dr. (?–?)
Deutscher Jurist. Landgerichtsrat. Vorsitzender Richter im Berufungsprozess gegen Otto Wacker 1932. (h)
Heartfield, Barbara, geb. Friedmann (?–?)
Seit 1927 zweite Gattin von John Heartfield und Angestellte im Presse- und Informationsbüro der sowjetischen Handelsvertretung in Berlin. (h)
Hitler, Adolf (1889–1945)
Ab 1921 Vorsitzender der NSDAP. Sah sich selbst als Künstler. 1933–1945 deutscher Diktator. Hauptverantwortlicher für die NS-Verbrechen. (h)
Jacobs, Monty, Dr. (1875–1945)
Deutscher Schriftsteller und Journalist britischer Herkunft. 1921–1933 Feuilleton-Chef der Vossischen Zeitung. (h)
Justi, Ludwig, Prof. Dr. (1876–1957)
Kunsthistoriker. 1909–1933 Direktor der Berliner Nationalgalerie. 1919 gründete er die Neue Abteilung der Nationalgalerie im Kronprinzenpalais, die weltweit erste öffentliche Sammlung von Werken lebender Künstler. 1932 Sachverständiger im Wacker-Prozess. 1933 versetzt und 1941 pensioniert. Ab 1946 Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin. (h)
Kanthack, Alexander (?–?)
Staatsanwalt im Prozess gegen Otto Wacker. (h)
Kermbach, Otto (1882–1960)
Gründer und Leiter des beliebten Berliner Otto-Kermbach-Orchesters. Spielte 1933 auf dem Berliner Presseball. (h)
Kerr, Alfred; eigentlich Alfred Kempner (1867–1948)
Schriftsteller und Theaterkritiker. 1919–1933 schrieb er für das Berliner Tageblatt und die Frankfurter Zeitung. Während des Wacker-Prozesses verfasste er 1932 das Gedicht mit den Zeilen „Das Leben lacht / Die Sonne strahlt / Der tote Vincent malt und malt.” (h)
Kessler, Harry Graf (1868–1937)
Diplomat, Kunstförderer und Kunstsammler. Betrieb in Weimar die Cranach-Presse, die kostbare Bücher druckte. (h)
Kisch, Egon Erwin (1885–1948)
Journalist und Schriftsteller. Galt, in Anlehnung an eines seiner Bücher, als Rasender Reporter. Lebte 1918–1933 in Berlin und verkehrte im Romanischen Café. (h)
Knickerbocker, Hubert Renfro (1898–1949): Amerikanischer Korrespondent für Hearsts International News Service in Moskau und Berlin bis 1933. Bücher: Der rote Handel droht und Der rote Handel lockt. (h)
Knöpfke, Friedrich Georg, Dr. (1874–1933)
Direktor der Funk-Stunde A.G. Berlin 1924–1933. Bis 1931 im Vox-Haus am Potsdamer Platz, dann im Haus des Rundfunks in der Masurenallee. (h)
Koehler, Bernhard, sen.(1849–1927)
Besitzer einer Gravieranstalt und Stempelfabrik in Berlin-Kreuzberg. Herausragender Kunstsammler der Moderne, besonders der Expressionisten August Macke und Franz Marc. (h)
Köhler, Wilhelm, Prof. Dr. (1884–1959)
Kunsthistoriker. 1919–1932 Direktor der Staatlichen Kunstsammlungen zu Weimar. Ab 1932 Professor an der Harvard University. (h)
König, Leo Freiherr von (1871–1944)
Maler der Berliner Sezession. 1932 Sachverständiger im Wacker-Prozess. (h)
Krebs, Otto, Dr. (1873–1941)
Besitzer der Strebelwerke in Mannheim. Baute auf dem Rittergut Holzdorf bei Weimar in den 20er Jahren die seinerzeit weltgrößte private Impressionisten-Sammlungen auf. Die meisten Kunstwerke befinden sich heute in der Eremitage. (h)
Krenz, Hanns (1888–1969)
Deutscher Kunsthändler. 1924–1930 Direktor der Kestnergesellschaft zu Hannover. Ab 1933 Galerist in Berlin. (h)
Kreutzberg, Prof. (?–?)
Leiter der Psychiatrischen Abteilung der Charité. Stellte 1932 ein psychiatrisches Gutachten für Otto Wacker aus und trat im Prozess als Sachverständiger auf. (h)
Kröller-Müller, Helene (1869–1939)
Gattin des niederländischen Erzhändlers und Reeders Anton Kröller. Sie baute die weltweit größte Van-Gogh-Sammlung außerhalb des Familienbesitzes auf. Zu besichtigen im Kröller-Müller-Museum, Otterlo. (h)
Kwast-Hodapp, Frieda, Prof., geb. Hodapp (1880–1949)
Gefeierte Pianistin und Max-Reger-Interpretin. Gattin von James Kwast und nach dessen Tod Lebensgefährtin von Otto Krebs, den sie 1941 heiratete. (h)
Liebermann, Max, Prof. (1847–1935)
Führender deutscher Impressionist und bedeutender Kunstsammler. 1920–1932 Präsident der Preußischen Akademie der Künste. Erwähnt in den Sammlungen Liebermann, Arnhold und Krebs sowie in der Großen Berliner Kunstausstellung 1926 und im Kronprinzenpalais. (h)
Lochner, Louis P. (1887–1975)
Amerikanischer Journalist. Ab 1924 im Berliner Büro der Nachrichtenagentur The Associated Press of America und von 1928–1941 Deutschland-Chef von AP. 1939 Pulitzer-Preis. (h)
Lovaël, Olindo (1898–1970)
Deutscher Ausdruckstänzer. Künstlername von Otto Wacker. (h)
Mahlke, Hans (?–?)
Deutscher Violinist. Begleitete mit seinem Mahlke–Trio 1923/24 den Ausdruckstänzer Olindo Lovaël. Ab 1928 Konzertmeister des Berliner Symphonieorchesters. (h)
Mansfeld, Heinz, Dr. (1899–1959)
Deutscher Kunstwissenschaftler. Ab 1925 Mitarbeiter der Berliner Kunsthandlung Matthiesen. Pflegte als Kommunist gute Beziehungen nach Moskau und vermittelte bis 1933 Kunstverkäufe in den Westen. 1949–1959 Direktor des Mecklenburgischen Landesmuseums Schwerin. (h)
Marx, Heinrich (?–?)
Chauffeur von Otto Krebs. (h)
Meier-Graefe, Julius (1867–1935)
Deutscher Kunsthistoriker und Schriftsteller. Autor der Entwicklungsgeschichte der modernen Kunst sowie des Romans Vincent, der die deutsche Vorstellung von Vincent van Gogh nachhaltig prägte. Schrieb 25 positive Gutachten für Wacker-van-Goghs. 1932 Zeuge im Wacker-Prozess. (h)
Mowrer, Edgar Ansel (1892–1977)
Amerikanischer Journalist. 1924–1933 Berliner Korrespondent der Chicago Daily News. Pulitzerpreis 1933 für eine Artikelserie über den Aufstieg Adolf Hitlers. (h)
Müller, Hellmuth (?–?)
Berliner Kriminalkommissar. Zweifelte im Wacker-Prozess 1932 die Fingerabdruck-Analyse von Cornelis Garnier aus Utrecht an. (h)
Neumann, Karl, Dr. (1884–?)
Amtsgerichtsrat. 1926–1933 Landgerichtsdirektor beim Landgericht Berlin. 1932 Vorsitzender Richter im Wacker-Prozess. (h)
Nietz, Friedrich (?–?)
In den 20er Jahren Portier im Romanischen Café an der Berliner Gedächtniskirche. (h)
Oppenheim, Margarete, geb. Eisner (1857–1935)
Gattin von Franz Oppenheim. Bedeutende Berliner Sammlerin französischer Impressionisten. Besaß neben van Goghs die größte deutsche Cézanne-Sammlung. (h)
Osborn, Max, Dr. (1870–1946)
Deutscher Kunsthistoriker, Schriftsteller und Journalist. 1914–1933 Kunstkritiker der Vossischen Zeitung. 1938 Emigration nach Paris, 1941 in die USA. Im Roman fiktionaler Mentor des Protagonisten Max Auwald. (h)
Perls, Hugo (1886–1977)
Deutscher Jurist und Kunsthändler. Betrieb 1923–1930 eine Galerie in der Bellevuestraße 10. Handelte mit zahlreichen Wacker-van-Goghs. Ab 1931 Galerist in Paris, später in New York. (h)
Renkewitz, Max; auch Renkiewitsch (?–?)
Seit 1917 Freund von Otto Wacker und 1927–1928 Sekretär seiner Galerie. 1932 Zeuge im Wacker-Prozess. (h)
Ring, Grete, Dr. (1887–1952)
Deutsche Kunsthistorikerin. Ab 1924 Teilhaberin am Kunstsalon Paul Cassirer. Führte ihn nach dessen Tod 1926 mit Dr. Walter Feilchenfeldt weiter. 1932 Zeugin im Wacker-Prozess. (h)
Rosenhagen, Hans (1858–1943): Deutscher Kunsthistoriker und Schriftsteller. Hat 14 positive Gutachten für Wacker-van-Goghs angefertigt. 1932 Sachverständiger im Wacker-Prozess. (h)
Rosenthal, Leo (1884–1969)
Lettischer Jurist und Photograph. 1920–1933 Gerichtsberichterstatter der SPD-Zeitung Vorwärts in Berlin. Fertigte eine Photoserie vom Wacker-Prozess. Einige Bilder erschienen 1932 in der Sonntagsbeilage der Vossischen Zeitung. (h)
Rowohlt, Ernst (1887–1960)
Deutscher Verleger. Gründete 1908 den Rowohlt Verlag in Leipzig. Ab 1919 in Berlin. Verkehrte im Romanischen Café. (h)
Ruhemann, Helmut, Prof. Dr. (1891–1973)
Hauptrestaurator des Berliner Kaiser-Friedrich-Museums 1929–1933 (heute Bode-Museum). 1932 Sachverständiger im Wacker-Prozess. (h)
Scherjon, Willem (1878–1938)
Niederländischer Drucker, Verleger und Kunsthändler. Ab 1930 Partner der Amsterdamer Galerie Huinck & Scherjon. 1932 Sachverständiger im Wacker-Prozess. (h)
Schmidt, Alfred (1882–1945)
1906–1945 Betreiber des Weimarer Residenz-Kaffees, genannt „Resi“. Trat 1931 der NSDAP bei. (h)
Schmidt-Degener, Frederik (1881–1941)
Niederländischer Kunsthistoriker und Essayist. Studium in Berlin und Paris. 1921–1941 Direktor des Rijksmuseums in Amsterdam. (h)
Schultz, Sigrid Lillian (1893–1980)
Amerikanische Journalistin. Übersetzerin und 1926–1941 Korrespondentin von The Chicago Tribune in Berlin. (h)
Schultze-Naumburg, Paul, Prof. (1869–1949)
Maler, Architekt und Publizist. Gründer der Saalecker Werkstätten und u.a. Architekt von Schloss Cecilienhof. Zunächst geschätzter Reformer, dann Nationalsozialist und Gegner der Moderne. 1930–1940 Direktor der Staatlichen Hochschule für Baukunst, bildende Künste und Handwerk in Weimar. (h)
Siedenburg, Johan (Joop) (1875–1961)
Direktor der Amsterdamer Galerie Frans Buffa & Zonen in der Kalverstraat 39. (h)
Spiro, Eugen, Prof. (1874–1972)
Maler und Graphiker. Vorstandsmitglied der Berliner Sezession. Erster Ehemann von Tilla Durieux. 1932 Sachverständiger im Wacker-Prozess. (h)
Sternheim, Carl (1878–1942)
Deutscher Dramatiker. Baute mit seiner Gattin Thea (1883–1971) eine bedeutende moderne Kunstsammlung auf. Mit 13 Van-Gogh-Gemälden zeitweilig die größte Sammlung Deutschlands. (h)
Strasser, Gregor (1892–1934)
NS-Politiker. Propagandaleiter der NSDAP und Vertreter ihres sozialrevolutionären Flügels. 1934 beim „Röhmputsch” ermordet. (h)
Streicher, Julius (1885–1946)
NS-Politiker. Herausgeber des Hetzblattes Der Stürmer. 1946 zum Tode verurteilt und hingerichtet. (h)
Stresemann, Gustav, Dr. (1878–1929)
1923 Reichskanzler und 1923–1929 Außenminister des Deutschen Reiches. Unterrichtete regelmäßig die Auslandskorrespondenten bei Teestunden im Ordenspalais. (h)
Täuber, Ernst, Prof. (1861–1944)
Chemiker der Berliner Museen. 1932 Sachverständiger im Wacker-Prozess. (h)
Thannhauser, Justin (1892–1976)
Sohn von Heinrich Thannhauser. Kunsthändler in München und Luzern, 1927–1936 in Berlin, 1936–1940 in Paris und ab 1940 in New York. 1932 Zeuge im Wacker-Prozess. (h)
Thomas, J.A. (?–?)
Kriminalkommissar in der Kriminaldirektion I des Berliner Polizeipräsidiums. Leitete mit Dr. Heinrich Uelzen die Ermittlungen gegen Otto Wacker. 1932 Zeuge im Wacker-Prozess. (h)
Thormaehlen, Ludwig, Dr. (1889–1956)
Deutscher Kunsthistoriker und Bildhauer. Ab 1914 Assistent und 1925–1933 Kustos an der Berliner Nationalgalerie. 1932 Sachverständiger im Wacker-Prozess. (h)
Uelzen, Heinrich, Dr. (?–?)
Kriminalrat im Berliner Polizeipräsidium. Leiter der Kriminaldirektion I und Chef-Ermittler gegen Otto Wacker. 1932 Zeuge im Wacker-Prozess. (h)
Wacker, Berthilde, geb. Froboese (1896–1950)
Gattin von Leonhard Wacker und Mutter der drei Kinder Berthold, Wolfgang und Leonore Wacker. (h)
Wacker, Elisabeth, geb. Allkemper, genannt Elise (1873–1941)
Ehefrau von Hans Wacker und Mutter der Wacker-Kinder. (h)
Wacker, Elise, genannt Else (1900–ca.1980)
Kunstmalerin. Schwester von Otto Wacker. Lebte im Wacker-Haus in Ferch und starb im Altersheim. (h)
Wacker, Hans (1868–1958)
Kunstmaler. Vater der Wacker-Kinder. Kaufte 1928 ein Anwesen in Ferch, Ringstraße 3 (heute Karl-Hagemeister-Weg 9–11). Wurde verdächtigt, Van-Gogh-Gemälde gefälscht zu haben. (h)
Wacker, Helmut (1906–?)
Jüngster Sohn der Wacker-Familie. (h)
Wacker, Leonhard (1895–?)
Restaurator. Älterer Bruder von Otto Wacker, Gatte von Berthilde Wacker. Wurde verdächtigt, Van-Gogh-Gemälde gefälscht zu haben. (h)
Wacker, Luise, genannt Lucie (1896–ca.1968)
Schwester von Otto Wacker. Trat in der Jugend gemeinsam mit ihm als Tänzerin auf. Lebte im Wacker-Haus in Ferch. (h)
Wacker, Otto (1898–1970)
Ausdruckstänzer mit dem Künstlernamen Olindo Lovaël, Kunsthändler und Restaurator. 1927 eröffnete er eine Galerie in der Berliner Viktoriastraße 12. 1928 enthüllte die Vossische Zeitung, dass er mit Van-Gogh-Fälschungen gehandelt hat. 1932 wurde er verurteilt und kam bis 1935 ins Gefängnis. Die Fälscher konnten nie ermittelt werden. (h)
Wehlte, Kurt, Prof. (1897–1973)
Deutscher Maltechniker. Brachte die Röntgenuntersuchung von Gemälden zur Reife. Ab 1930 Dozent an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Charlottenburg. Im Wacker-Prozess bewies er 1932 mit vergleichenden Röntgenaufnahmen die Fälschung der 16 anwesenden Gemälde. (h)
Weill, Kurt (1900–1950)
Deutsch-amerikanischer Komponist. Schuf die Musik der Dreigroschenoper. (h)
Wild, Martin de, Dr. (1899–1969)
Niederländischer Chemiker und Gemälde-Restaurator. Gutachter von Wacker-van-Goghs. 1932 Sachverständiger im Wacker-Prozess. (h)
Wolff, Elsa, ab 1929 neu verheiratete Essberger (1898–1977)
Zunächst Gattin von Jacob Johannes Wolff. Hamburger Kunstsammlerin. Kaufte von Perls die Van-Gogh-Fälschung Zypressen (F 616). (h)
Zatzenstein, Franz; eigentlich Catzenstein (1897–1963)
Kunsthistoriker und Kunsthändler. 1923–1939 Mitinhaber der Berliner Galerie Matthiesen. 1932 Zeuge im Wacker-Prozess. 1933 Emigration nach London. Die Berliner Galerie blieb bestehen. (h)
Zechlin, Walter, Dr. (1879–1962)
Diplomat und Staatsbeamter. 1926–1932 Chef der Vereinigten Presseabteilung der Reichsregierung. Amtssitz im Ordenspalais am Berliner Wilhelmplatz. (h)

Historische Personen (erwähnt)
Achenbach, Andreas (1815–1910)
Deutscher Landschaftsmaler der Romantik. Otto Wacker hat nach eigener Aussage mit Gemälden von ihm gehandelt. (e)
Arnhold, Eduard (1849–1925)
Berliner Steinkohlen-Großhändler. Kunstsammler, Mäzen und Stifter der Villa Massimo in Rom. (e)
Bach, Johann Sebastian (1685–1750)
Deutscher Komponist. Erwähnt mit seinem Wohltemperierten Klavier, das Frieda Kwast-Hodapp gespielt hat. (e)
Bacigalupo, Giovanni Battista (1889–1978)
Berliner Drehorgelbauer in der Schönhauser Allee 74a. Erwähnt bei der Leierkasten-Probe für die Dreigroschenoper. (e)
Bammann, Hans (1901–1945)
Düsseldorfer Kunsthändler. Erwähnt als Verkäufer von zuvor unbekannten Van-Gogh-Gemälden im Jahr 1927. (e)
Barlach, Ernst (1870–1938)
Deutscher Bildhauer, Zeichner und Schriftsteller. Erwähnt im Berliner Kronprinzenpalais. (e)
Barnes, Albert Coombs, Dr. (1872–1951)
Amerikanischer Pharmazeut, Industrieller, Kunstsammler und Stifter. Es besaß allein 181 Renoirs, 69 Cézannes und 46 Picassos. (e)
Beckmann, Max (1884–1950)
Deutscher Maler, Graphiker und Bildhauer. Erwähnt im Berliner Kronprinzenpalais. (e)
Begas, Reinhold (1831–1911)
Deutscher Bildhauer. Schuf z.B. den Berliner Neptunbrunnen und die marmorne Figurengruppe Kentaur und Nymphe im Zoo. (e)
Bernard, Émile (1868–1941)
Französischer Maler und Graphiker. Freund von Vincent van Gogh. (e)
Bernheim-Jeune, Josse (1870–1941) und Gaston (1870–1953)
Pariser Kunsthändler. Sie zeigten 1901 die weltweit erste große Van-Gogh-Ausstellung. (e)
Bernstein, Carl (1842–1894) und Felicie (1852–1908)
Der Jurist und seine Gattin waren die ersten Sammler französischer Impressionisten in Deutschland. Ihre repräsentative Berliner Wohnung lag In den Zelten 23. (e)
Bismarck, Otto von (1815–1898)
Deutscher Politiker. 1871–1890 erster Kanzler des Deutschen Reiches. (e)
Böcklin, Arnold (1827–1901)
Schweizer Maler, Zeichner und Bildhauer des Symbolismus. Erwähnt in der Sammlung Arnhold. (e)
Böhler, Julius (1883–1966)
Deutscher Kunsthändler. Stellte im Wacker-Prozess die echten Zwei Pappeln (F 638) van Goghs als Vergleichsbild zur Verfügung. (e)
Boerner, Hans, Dr. (1877–1947)
Inhaber des Auktionshauses C.G. Boerner in Leipzig. Versteigerte 1930–1932 auch Werke aus der Eremitage. (e)
Bonnard, Pierre (1867–1947)
Französischer Maler des Postimpressionismus und Intimismus. Erwähnt in der Sammlung Koehler. (e)
Botticelli, Sandro (1445–1510)
Italienischer Maler und Zeichner der Renaissance. Erwähnt beim Verkauf von Botticelli-Gemälden aus der Eremitage an Mellon. (e)
Braque, Georges (1882–1963)
Französischer Maler, Graphiker und Bildhauer. Mitbegründer des Kubismus. Erwähnt in der Ersten Sonderausstellung von Thannhauser 1927 in Berlin. (e)
Brüning, Heinrich, Dr. (1885–1970)
Deutscher Politiker der katholischen Zentrumspartei. 1930–1932 Reichskanzler. (e)
Burchard, Otto, Dr. (1892–1965)
Deutscher Kunsthändler. Veranstaltete 1920 die Erste Internationale Dada-Messe am Berliner Lützowufer 13. Im Jahr darauf richtete hier Alfred Flechtheim seine Galerie ein. (e)
Campendonk, Heinrich (1889–1957)
Deutsch-niederländischer Maler und Graphiker. Erwähnt in der Sammlung Koehler. (e)
Canaletto; eigentlich Bernardo Bellotto (1722–1780)
Venezianischer Maler. Berühmt für seine Stadtansichten. Erwähnt bei der sowjetischen Versteigerung durch Lepke’s Kunst-Auctions-Haus in Berlin 1928. (e)
Caracciola, Rudolf (1901–1959)
Erfolgreichster europäischer Autorennfahrer vor dem zweiten Weltkrieg. (e)
Caravaggio, Michelangelo (1571–1610)
Bedeutender Meister des frühen italienischen Barock. Trat mit einer realistischen Bildgestaltung hervor. (e)
Cassirer, Paul (1871–1926)
Berliner Verleger und Galerist. Trug nach 1900 maßgeblich zur Popularisierung Vincent van Goghs bei und verkaufte zahlreiche seiner Bilder. (e)
Cézanne, Paul (1839–1906)
Französischer Maler im Umfeld der Impressionisten. Erwähnt in den Sammlungen Koehler, Krebs, Liebermann und Oppenheim sowie in Berliner Ausstellungen: 1925 in Von Delacroix bis Picasso bei Perls, 1927 in der Ersten Sonderausstellung von Thannhauser, 1928 in der Impressionisten-Sonderausstellung von Goldschmidt. Ferner im Berliner Kronprinzenpalais. (e)
Chagall, Marc (1887–1985)
Französischer Maler russischer Herkunft. Erwähnt in der Sammlung Koehler sowie in der Großen Berliner Kunstausstellung 1926. (e)
Chaplin, Charlie (1889–1977)
Amerikanischer Filmschauspieler. Erwähnt anlässlich seiner Promotion-Tour für Lichter der Großstadt in Berlin. (e)
Charpentier, Jean (1891–1976)
Pariser Kunsthändler mit Galerie. (e)
Clark, Stephen Carlton (1882–1960)
Erbe der Singer Nähmaschinenwerke in den USA und Kunstsammler. Kaufte über die Berliner Galerie Matthiesen heimlich französische Gemälde aus der Sowjetunion. (e)
Cooper, Gary (1901–1961)
Amerikanischer Filmschauspieler. Spielte u.a. mit Marlene Dietrich im Film Marokko. (e)
Corinth, Lovis (1858–1925)
Deutscher Maler des Impressionismus. Erwähnt in der Sammlung Krebs, im Berliner Kronprinzenpalais sowie bei der Tombola des Presseballs 1933. (e)
Corot, Camille (1796–1875)
Französischer Landschaftsmaler. Vertreter der Schule von Barbizon. Erwähnt in der Ersten Sonderausstellung von Thannhauser 1927 in Berlin. (e)
Courbet, Gustave (1819–1877)
Französischer Maler des Realismus. Erwähnt in den Sammlungen Gerstenberg und Koehler sowie in der Ausstellung Von Delacroix bis Picasso 1925 bei Perls. (e)
Dale, Chester (1883–1962)
Amerikanischer Banker und Kunstsammler. Kaufte von Otto Wacker das Selbstporträt mit Staffelei (F 523). Vermachte seine Sammlung der National Gallery of Art in Washington. (e)
Daubigny, Charles-François (1817–1878)
Französischer Maler. Vincent van Gogh hat den Garten von Daubigny in zwei Versionen gemalt. (e)
Daumier, Honoré (1808–1879)
Französischer Maler und Graphiker des Realismus. Erwähnt in der Sammlung Gerstenberg, in der Ausstellung Von Delacroix bis Picasso 1925 bei Perls und in der Ersten Sonderausstellung von Thannhauser 1927 in Berlin. (e)
Degas, Edgar (1834–1917)
Französischer Maler und Bildhauer des Impressionismus. Erwähnt in den Sammlungen Gerstenberg, Koehler, Krebs und Liebermann sowie in der Ausstellung Edgar Degas - Das plastische Werk 1926 bei Flechtheim, in der Ersten Sonderausstellung von Thannhauser 1927 und in der Impressionisten-Sonderausstellung 1928 bei Goldschmidt. (e)
Delacroix, Eugène (1798–1863)
Französischer Maler der Spätromantik. Erwähnt in der Sammlung Gerstenberg sowie in der Ausstellung Von Delacroix bis Picasso 1925 bei Perls und in der Ersten Sonderausstellung von Thannhauser 1927. (e)
Delaunay, Robert (1885–1941)
Französischer Maler der Avantgarde. Erwähnt in der Sammlung Koehler. (e)
Derain, André (1880–1954)
Französischer Maler und Graphiker. Ein Hauptvertreter des Fauvismus. Erwähnt in den Sammlungen Koehler und Krebs. (e)
Dietrich, Marlene (1901–1992)
Deutsch-amerikanische Filmschauspielerin und Sängerin. Spielte u.a. mit Gary Cooper im Film Marokko. (e)
Dix, Otto (1891–1969)
Deutscher Maler und Graphiker. Zeitweilig Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Erwähnt bei Alfred Flechtheim und im Schlossmuseum Weimar. (e)
Dossena, Alceo (1878–1937)
Italienischer Bildhauer. Schuf bis 1928 zahlreiche Skulpturen, die berühmten Bildhauern zugeschrieben und von großen Museen gekauft wurden. (e)
Dürer, Albrecht (1471–1528)
Bedeutender deutscher Maler und Graphiker der Renaissance. Mosaik mit seinem Porträt an der Fassade des Berliner Künstlerhauses in der Bellevuestraße 3. (e)
Duret, Théodore (1838–1927)
Französischer Journalist und Kunstkritiker. Hat 1916, fast erblindet, Van-Gogh-Kopien von Émile Schuffenecker im Werkverzeichnis als echt aufgeführt. (e)
Dyck, Anthonis van (1599–1641)
Flämischer Maler des Barock. Erwähnt beim heimlichen Verkauf von Gemälden der Eremitage an Mellon sowie bei einer Berliner Ausstellung mit Gemälden in seinem Stil 1932. (e)
Eichler, Reinhold Max (1872–1947)
Maler und Zeichner aus dem sächsischen Mutzschen. Erwähnt im Münchner Arco-Palais, wo er den Durchgang zur Galerie Thannhauser mit Fresken ausgemalt hat. (e)
Einstein, Albert, Prof. (1879–1955)
Bedeutender Physiker. Begründer der Relativitätstheorie. (e)
Eiserner Gustav; eigentlich Gustav Hartmann (1859–1938)
Fuhr 1928 mit seiner Pferdedroschke von Berlin nach Paris und zurück als Aktion gegen den Niedergang des Droschkengewerbes. (e)
Ernst, Max (1891–1976)
Deutscher Maler, Graphiker und Bildhauer. Vertreter des Surrealismus. Erwähnt in der Großen Berliner Kunstausstellung 1926. (e)
Fantin-Latour, Henri (1836–1904)
Französischer Maler. Bekannt vor allem durch seine Blumenbilder. Erwähnt in der Sammlung Krebs und in der Ausstellung Das Stilleben in der deutschen und französischen Malerei von 1850 bis zur Gegenwart 1927 bei Matthiesen. (e)
Feininger, Lyonel (1871–1956)
Deutsch-amerikanischer Maler und Graphiker der klassischen Moderne. Bauhaus-Meister. Erwähnt in der Sammlung Koehler und im Schlossmuseum Weimar. (e)
Fischer, Theodor (1878–1957)
Luzerner Kunsthändler. Versteigerte 1939 Kunstwerke, die während der Aktion „Entartete Kunst” beschlagnahmt worden waren. (e)
Fontane, Theodor (1819–1898)
Deutscher Journalist und Schriftsteller. Ab 1870 Theaterkritiker der Vossischen Zeitung. (e)
Frick, Wilhelm, Dr. (1877–1946)
NS-Politiker. 1923 Teilnahme am „Hitler-Putsch”. 1930/31 Innen- und Bildungsminister Thüringens, 1933–1943 Reichsinnenminister. 1946 zum Tode verurteilt und hingerichtet. (e)
Friedrich II. (1712–1786)
König in bzw. von Preußen. Erwähnt mit dem Berliner Reiterdenkmal Unter den Linden. (e)
Gachet, Paul-Ferdinand, Dr. (1828–1909)
Französischer Arzt und Kunstliebhaber. Von Vincent van Gogh 1890 in Auvers-sur-Oise porträtiert. (e)
Gachet, Paul-Louis (1873–1962)
Französischer Agraringenieur. Sohn von Paul-Ferdinand Gachet. Gehörte 1927 zum Komitee von Otto Wackers Vincent van Gogh – Erste große Ausstellung seiner Zeichnungen und Aquarelle. (e)
Gauguin, Paul (1848–1903)
Französischer Maler des Postimpressionismus. Erwähnt in den Sammlungen Kessler, Koehler und Krebs sowie in der Ausstellung Von Delacroix bis Picasso 1925 bei Perls, in der Ersten Sonderausstellung von Thannhauser 1927, in der Ausstellung Französische Malerei des XIX. Jahrhunderts 1927 bei Perls und der Impressionisten-Sonderausstellung 1927 bei Goldschmidt in Berlin. (e)
Géricault, Théodore (1791–1824)
Französischer Maler, Zeichner und Bildhauer der Romantik. Erwähnt in der Sammlung Gerstenberg und in der Ersten Sonderausstellung von Thannhauser 1927 in Berlin. (e)
Gert, Valeska, eigentlich Gertrud Valesca Samosch (1892–1978)
Deutsche Tänzerin. Soll 1924 mit Olindo Lovaël auf Tournee in Davos und St. Moritz gewesen sein. (e)
Goethe, Johann Wolfgang von (1749–1832)
Dichter, Naturforscher und Minister. Einer der bedeutendsten Schöpfer der Menschheit. Lebte von 1775 bis zu seinem Tod in Weimar. (e)
Gogh, Vincent van (1853–1890)
Niederländischer Maler und Zeichner, der sein Hauptwerk in Frankreich schuf. Erwähnt in der Ausstellung Von Delacroix bis Picasso 1925 bei Perls, in der Ersten Sonderausstellung von Thannhauser 1927, in der Ausstellung Französische Malerei des XIX. Jahrhunderts 1927 bei Perls, in Vincent van Gogh – Erste große Ausstellung seiner Zeichnungen und Aquarelle 1927/28 bei Wacker, in der Impressionisten-Sonderausstellung 1928 bei Goldschmidt und in der Ausstellung Vincent van Gogh: 143 Werke aus dem Besitz von Frau Kröller-Müller im Haag im Berliner Kronprinzenpalais 1928/29. Ferner in den Sammlungen Gerstenberg, Koehler, Arnhold, Oppenheim, Kessler und Krebs sowie im Wacker-Prozess 1932. (e)
Gogh, Theo van (1857–1891)
Niederländischer Kunsthändler in Paris. Bruder, engster Vertrauter, Briefpartner und Erbe Vincent van Goghs. (e)
Gogh-Bonger, Johanna van (1862–1925)
Englischlehrerin. Gattin von Theo van Gogh und Mutter von Vincent Willem van Gogh. Verwalterin der meisten Van-Gogh-Werke sowie des Briefwechsels. (e)
Gold, Alfred, Dr. (1874–1958)
Österreichischer Literat, Kunsthistoriker und Kunstsammler. 1928–1933 Kunsthändler in der Berliner Viktoriastraße 5. (e)
Goldschmidt, Adolph, Prof. (1863–1944)
Deutscher Kunsthistoriker. 1912–1929 Lehrstuhlinhaber an der Berliner Universität. (e)
Göring, Hermann (1893–1946)
Führender NS-Politiker. Beauftragte die „Endlösung der Judenfrage“. Als Kunstliebhaber raubte er Teile seiner Sammlung zusammen. 1946 zum Tode verurteilt, beging er Selbstmord. (e)
Goyen, Jan van (1596–1656)
Niederländischer Landschaftsmaler. Gemälde im Stil van Goyens sind im Berliner Kunstklub in der Meinekestraße 27 erwähnt. (e)
Greco, El (1541–1614)
Griechischer Maler. Hauptmeister des spanischen Manierismus. Erwähnt in der Sammlung Koehler. (e)
Gris, Juan (1887–1927)
Spanischer Maler. Einer der Hauptvertreter des Kubismus. Erwähnt in der Großen Berliner Kunstausstellung 1926. (e)
Gropius, Martin (1824–1880)
Deutscher Architekt. Großonkel des Bauhaus-Gründers Walter Gropius. Erwähnt als Erbauer des Berliner Kunstgewerbemuseums, des heutigen Martin-Gropius-Baus. (e)
Gulbenkian, Calouste (1869–1955)
Britischer Ingenieur armenischer Herkunft mit Wohnsitz in Paris. Anteilseigner der Iraq Petroleum Company. Bedeutender Kunstsammler. Kaufte insgeheim Gemälde aus der Eremitage. (e)
Gurlitt, Hildebrand (1895–1956)
Deutscher Kunsthistoriker. 1925–1930 Leiter des König-Albert-Museums in Zwickau und Förderer der Moderne. Danach Kunsthändler. Vater von Cornelius Gurlitt (1932–2014). (e)
Hals, Frans (ca.1580–1666)
Holländischer Porträtmaler. Erwähnt mit Kopien, die Max Liebermann angefertigt hatte, sowie beim heimlichen Verkauf von Gemälden der Eremitage an Mellon. (e)
Hartmann, Viktor (1834–1873)
Deutsch-russischer Maler. Hat jene Bilder angefertigt, die Modest Mussorgski 1874 in seinem Klavierstück Bilder einer Ausstellung vertonte. (e)
Hearst, William Randolph (1863–1951)
Amerikanischer Verleger. Besaß Anfang des 20. Jahrhunderts die größte Zeitungskette der USA. (e)
Hébuterne, Jeanne (1898–1920)
Französische Malerin. Verlobte und Modell des italienischen Malers Amedeo Modigliani. (e)
Heckel, Erich (1883–1970)
Deutscher Maler und Graphiker des Expressionismus. Erwähnt im Berliner Kronprinzenpalais und im Schlossmuseum Weimar. (e)
Heise, Josef (1885–?)
Weimarer Bildhauer. Erwähnt mit mehreren Skulpturen, die er im Auftrag von Otto Krebs für das Rittergut Holzdorf geschaffen hat. (e)
Hindenburg, Paul von (1847–1934)
General im 1. Weltkrieg. 1925–1934 Reichspräsident. Ernannte am 30. Januar 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler. (e)
Hitzig, Friedrich (1811–1881)
Deutscher Architekt des Klassizismus. Baute zahlreiche Villen im Berliner Tiergartenviertel. (e)
Hofer, Karl (1878–1955)
Deutscher Maler des Expressionismus. Erwähnt im Berliner Kronprinzenpalais. (e)
Houdon, Jean-Antoine (1771–1828)
Französischer Bildhauer des Klassizismus. Erwähnt beim heimlichen Verkauf der Marmorstatue Diana aus der Eremitage an Gulbenkian. (e)
Höxter, John (1884-1938)
Maler und Schriftsteller des Expressionismus und Dadaismus. Galt als Berlins populärster Schnorrer. (e)
Ihne, Ernst von (1848–1917)
Deutscher Architekt. Vertreter des Neubarock. Entwarf u.a. die Staatsbibliothek Unter den Linden. Besitzer des Wohnhauses Viktoriastraße 12, in dessen Beletage 1927/28 die Galerie Wacker lag. (e)
Ihne, Maria Antonietta, geb. Palloni (?–?)
Gattin von Ernst von Ihne. (e)
Itten, Johannes (1888–1967)
Schweizer Maler und Kunsttheoretiker. Bauhaus-Meister in Weimar. Erwähnt in der Großen Berliner Kunstausstellung 1926. (e)
Jaedicke, Carl (?–?)
Deutscher Konditor. Kam 1762 von Salzwedel nach Berlin, brachte den Baumkuchen mit und wurde Hoflieferant. Das Café Jaedicke in der Kochstraße 58 galt als Informationsbörse des Zeitungsviertels. (e)
Jawlensky, Alexej von (1865–1941)
Russisch-deutscher Maler. Gehörte zur Künstlergemeinschaft Der Blaue Reiter. Erwähnt in der Sammlung Koehler. (e)
Kandinsky, Wassily (1866–1944)
Russischer Maler und Graphiker. Künstlergemeinschaft Der Blaue Reiter und Bauhaus-Meister. Erwähnt in der Sammlung Koehler, in der Großen Berliner Kunstausstellung 1926 und im Schlossmuseum Weimar. (e)
Kästner, Erich (1899–1974)
Deutscher Schriftsteller, Publizist und Drehbuchautor. (e)
Keith, Lili, geb. Klein, Dr., (1889–?)
Deutsche Journalistin in sowjetischen Diensten. 1925–1933 Berliner Korrespondentin der Moskauer Regierungszeitung Iswestija. (e)
Kemper, Johann Wilhelm (1766–1840)
Ab 1812 Wirt des Lokals Kempers Hof im Berliner Tiergarten. Der Kemperplatz trägt seinen Namen. (e)
Kirchner, Ernst Ludwig (1880–1938)
Deutscher Maler und Graphiker des Expressionismus. Mitbegründer der Künstlergruppe Die Brücke. Erwähnt im Berliner Kronprinzenpalais. (e)
Klee, Paul (1879–1940)
Deutscher Maler und Graphiker. Bauhaus-Meister. Erwähnt in der Sammlung Koehler, in der Großen Berliner Kunstausstellung 1926 und im Schlossmuseum Weimar. (e)
Koehler, Bernhard, jun. (1882–1964)
Sohn und Erbe von Bernhard Koehler sen. Bewahrte die Sammlung, die jedoch bei einem Bombenangriff weitgehend vernichtet wurde. Einige Werke befinden sich heute im Münchner Lenbachhaus. (e)
Kokoschka, Oskar (1886–1980)
Österreichischer Maler und Graphiker der Moderne. Erwähnt in den Sammlungen Koehler und Krebs sowie im Berliner Kronprinzenpalais und im Schlossmuseum Weimar. (e)
Kolbe, Georg (1877–1947)
Figürlicher deutscher Bildhauer. Erwähnt mit seiner Büste Paul Cassirers sowie mit der Tänzerin im Kronprinzenpalais. (e)
Kollwitz, Käthe (1867–1945)
Sozialkritische deutsche Graphikerin, Malerin und Bildhauerin. Erwähnt in der Großen Berliner Kunstausstellung 1926, im Berliner Kronprinzenpalais und im Schlossmuseum Weimar. (e)
Kurella, Alfred (1895–1975)
Schriftsteller und Kulturfunktionär der Komintern und der SED. 1928–1929 Leiter der Abteilung Bildende Kunst im Moskauer Volkskommissariat für Bildung. (e)
Kwast, James, Prof. (1852–1927)
Pianist und Musiklehrer am Stern'schen Konservatorium in Berlin. Gatte der Klaviervirtuosin Frieda Kwast-Hodapp. (e)
Léger, Fernand (1881–1955)
Französischer Maler, Graphiker und Bildhauer, zeitweilig Kubist. Erwähnt in der Großen Berliner Kunstausstellung 1926. (e)
Lehmbruck, Wilhelm (1881–1919)
Deutscher Bildhauer, beeinflusst vom Expressionismus. Erwähnt im Park von Holzdorf und mit der großen Knienden im Berliner Kronprinzenpalais. (e)
Leistikow, Walter (1865–1908)
Deutscher Maler und Graphiker des Impressionismus. Erwähnt in der Sammlung Koehler. (e)
Lenin, Wladimir Iljitsch; eigentlich Uljanow (1870–1924)
Marxistischer Theoretiker, Revolutionär und Politiker. Vorsitzender der SDAPR (Bolschewiki) und der aus ihr hervorgegangenen KP Russlands. 1917–1924 Regierungschef der RSFSR und 1922–1924 der UdSSR. (e)
Leonardo da Vinci (1452–1519)
Italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Ingenieur, Anatom und Philosoph. Einer der berühmtesten Universalgelehrten. (e)
Lepke, Rudolph (1845–1904)
Gründete 1869 in Berlin Rudolph Lepke’s Kunst-Auctions-Haus. Ab 1912 in der Potsdamer Straße 122 a/b. Erwähnt 1928 bei der Versteigerung von Kunstschätzen aus der Sowjetunion. (e)
Lessing, Gotthold Ephraim (1729–1781)
Deutscher Dichter der Aufklärung. Arbeitete mehrere Jahre als Rezensent der Vossischen Zeitung. Die Familie Lessing übernahm das Blatt 1801 von den Vossischen Erben. (e)
Lewin, Alexander, Dr. (1879–1942)
Kunstsammler und Generaldirektor der Berlin-Gubener Hutfabrik AG. Kaufte ein Van-Gogh-Motiv aus dem Besitz von Otto Wacker. (e)
Liebermann, Martha, geb. Marckwald (1857–1943)
Gattin des Malers Max Liebermann. Nahm sich vor der Deportation das Leben. (e)
Macke, August (1887–1914)
Maler des deutschen Expressionismus. An Ausstellungen des Blauen Reiters beteiligt. Vom Kunstsammler Bernhard Koehler gefördert und in dessen Sammlung erwähnt. (e)
Mahlsdorf, Charlotte von; eigentlich Lothar Berfelde (1928–2002)
Berliner Sammlerin und Begründerin des Gründerzeitmuseums in Berlin-Mahlsdorf. (e)
Maillol, Aristide (1861–1944)
Moderner französischer Bildhauer, Maler und Graphiker. Erwähnt in den Sammlungen Kessler und Krebs sowie in den Ausstellungen Französische Malerei des XIX. Jahrhunderts 1927 bei Perls und Maillol 1928 bei Flechtheim. (e)
Mak van Waay, Anton (1881–1956)
Führte mit seinem Bruder Simon das Kunstauktionshaus A. Mak in Dordrecht und Amsterdam. Ab 1923 firmierte Simon als Mak van Waay und Anton als A. Mak. Erwähnt als Geschäftspartner von de la Faille. (e)
Manet, Édouard (1832–1883)
Französischer Maler und Wegbereiter der Moderne. Erwähnt in den Sammlungen Arnhold, Bernstein, Gerstenberg, Koehler, Krebs, Liebermann und Oppenheim sowie in der Ersten Sonderausstellung von Thannhauser 1927, in der Ausstellung Französische Malerei des XIX. Jahrhunderts 1927 bei Perls, in der Impressionisten-Sonderausstellung 1928 bei Goldschmidt und im Berliner Kronprinzenpalais. (e)
Marc, Franz (1880–1916)
Deutscher Maler, Graphiker und Zeichner des Expressionismus. Mitbegründer der Künstlergemeinschaft Der Blaue Reiter. Erwähnt in der Sammlung Koehler sowie im Berliner Kronprinzenpalais und im Schlossmuseum Weimar. (e)
Marées, Hans von (1837–1887)
Deutscher Maler und Zeichner des Idealismus. Otto Wacker hat nach eigener Aussage mit Gemälden von ihm gehandelt. (e)
Matisse, Henri (1869–1954)
Französischer Maler, Graphiker und Bildhauer. Bedeutender Künstler der klassischen Moderne. Erwähnt in der Sammlung Koehler und in der Ersten Sonderausstellung von Thannhauser 1927 in Berlin. (e)
Mauthner, Margarete, geb. Alexander (1863–1947)
Deutsche Autorin und Kunstsammlerin. Übersetzte Van-Gogh-Briefe, die ab 1906 bei Cassirer erschienen und maßgeblich zur Beliebtheit des Malers in Deutschland beitrugen. Erwähnt mit dem Gemälde Olivenbäume (F 710). (e)
McBride, Henry (1867–1962)
Amerikanischer Kunstkritiker. Einflussreicher Unterstützer der modernen Kunst. (e)
Meier-Graefe, Annemarie, geb. Epstein (1905–1994)
Deutsche Graphikerin, Malerin und Kunstsammlerin. Erwähnt als Verlobte und dritte Ehefrau von Julius Meier-Graefe. (e)
Meissner, Otto (1880–1953)
Deutscher Staatsbeamter. 1920–1934 Chef des Büros des Reichspräsidenten. 1934–1945 Chef der Präsidialkanzlei des Führers und Reichskanzlers. (e)
Mellon, Andrew William (1855–1937)
Amerikanischer Bankier, Finanzminister und Kunstsammler. Spendete seine Sammlung der National Gallery of Art in Washington. Erwähnt beim heimlichen Kauf von Gemälden aus der Eremitage. (e)
Mendelssohn, Franz von (1865–1935)
Berliner Bankier, bedeutender Kunstsammler und Mäzen. Stellte im Wacker-Prozess das echte Weizenfeld mit Zypressen (F 717) als Vergleichsbild zur Verfügung. (e)
Menzel, Adolph von (1815–1905)
Maler, Zeichner und Illustrator. Bedeutendster deutscher Realist des 19. Jahrhunderts. Erwähnt in den Sammlungen Bernstein und Liebermann. (e)
Messel, Alfred (1853–1909)
Stilprägender deutscher Architekt. Baute z.B. das Berliner Kaufhaus Wertheim und die Villa Oppenheim am Wannsee. (e)
Meunier, Constantin (1831–1905)
Belgischer Bildhauer und Maler des Naturalismus. Erwähnt mit der Bronzeplastik Sämann in Holzdorf. (e)
Michelangelo Buonarroti (1475–1564)
Italienischer Maler, Bildhauer und Architekt. Einer der bedeutendsten Künstler der Renaissance. (e)
Mies van der Rohe, Ludwig, bis 1922 Ludwig Mies (1886–1969)
Deutsch-amerikanischer Architekt der Moderne. Erwähnt als Baumeister der Villa Perls in Berlin. (e)
Millet, Jean-François (1814–1875)
Französischer Maler des Realismus, Vertreter der Schule von Barbizon. Vincent van Gogh nutzte einige seiner Bilder mit Landarbeitern als Vorlagen. (e)
Modigliani, Amedeo (1884–1920)
Italienischer Maler, Zeichner und Bildhauer der klassischen Moderne. Erwähnt in der Sammlung Koehler und im Berliner Kronprinzenpalais. (e)
Monet, Claude (1840–1926)
Französischer Impressionist. Sein Gemälde Impression, Sonnenaufgang von 1872 gab der Stilrichtung ihren Namen. Erwähnt in den Sammlungen Arnhold, Gerstenberg, Koehler, Krebs, Liebermann, Morosow und Schtschukin sowie in der Münchner Galerie Thannhauser, in der Ausstellung Von Delacroix bis Picasso 1925 bei Perls, in der Ersten Sonderausstellung von Thannhauser 1927 in Berlin, in der Impressionisten-Sonderausstellung 1928 bei Goldschmidt sowie im Berliner Kronprinzenpalais. (e)
Morosow, Iwan (1871–1921)
Russischer Textilfabrikant und bedeutender Kunstsammler französischer Impressionisten. Nach der Oktoberrevolution wurde seine Sammlung enteignet und mit der von Sergej Schtschukin im Staatlichen Museum für Neue Westliche Kunst in Moskau zusammengelegt. (e)
Mosse, Rudolf (1843–1920)
Deutscher Verleger und Kunstsammler. Erwähnt im Zusammenhang mit dem Mosse-Verlag, der u.a. das Berliner Tageblatt herausgab. (e)
Muche, Georg (1895–1987)
Deutscher Maler und Graphiker. Bauhaus-Meister. Erwähnt in der Großen Berliner Kunstausstellung 1926. (e)
Mueller, Otto (1874–1930)
Deutscher Maler und Lithograph des Expressionismus. Erwähnt im Berliner Kronprinzenpalais. (e)
Münter, Gabriele (1877–1962)
Deutsche Malerin des Expressionismus. Erwähnt in der Sammlung Koehler. (e)
Münzenberg, Willi (1889–1940)
Deutscher Verleger. Leitete in der Weimarer Republik den kommunistischen Pressekonzern Neuer Deutscher Verlag, der z.B. die Arbeiter Illustrierte Zeitung herausgab. (e)
Munch, Edvard (1863–1944)
Norwegischer Maler und Graphiker des Symbolismus. Erwähnt in der Sammlung Koehler und im Berliner Kronprinzenpalais. (e)
Mussorgski, Modest (1839–1881)
Russischer Komponist. Schuf 1874 den Klavierzyklus Bilder einer Ausstellung nach Motiven des russischen Malers Viktor Hartmann. (e)
Nijinsky, Vaslav (1889–1950)
Russischer Balletttänzer und Choreograph. Trat z.B. mit den Ballets Russes auf. (e)
Nolde, Emil (1867–1956)
Deutscher Maler des Expressionismus. 1906/07 Mitglied der Künstlergruppe Die Brücke. Erwähnt im Berliner Kronprinzenpalais und im Schlossmuseum Weimar. (e)
Oppenheim, Franz, Dr. (1852–1929)
Deutscher Chemiker und Industrieller. Generaldirektor der Agfa. 1925–1929 Aufsichts- und Verwaltungsrat der I.G. Farbenindustrie A.G. Gemeinsam mit seiner Gattin bedeutender Berliner Sammler französischer Impressionisten. (e)
Orlik, Emil (1870–1932)
Maler, Graphiker und Photograph. Erwähnte Zeichnungen bei der Tombola des Presseballs 1933. (e)
Osthaus, Karl Ernst (1874–1921)
Deutscher Kunsthistoriker, Mäzen und Kunstsammler. Gründer des Folkwang Museums in Hagen. Nach seinem Tod Verkauf seiner Sammlung nach Essen, wo das Museum Folkwang entstand. (e)
Palucca, Gret; eigentlich Margarete Paluka (1902–1993)
Eine der führenden deutschen Ausdruckstänzerinnen. 1925 Gründung ihrer Schule in Dresden, die als staatliche Palucca Hochschule für Tanz fortbesteht. (e)
Papen, Franz von (1879–1969)
Deutscher Politiker der Zentrumspartei. 1932 Reichskanzler und 1933/34 Vizekanzler im Kabinett Hitler. (e)
Pargent, Hans (1898–1950)
Verwalter des Rittergutes Holzdorf 1921–1945. (e)
Pascin, Jules; eigentlich Julius Pinkas (1885–1930)
Bulgarisch-französischer Maler des Expressionismus. Hat Alfred Flechtheim als Torero gemalt. (e)
Pauli, Gustav, Prof. Dr. (1866–1938)
Deutscher Kunsthistoriker und Förderer der Moderne. 1905–1914 Direktor der Kunsthalle Bremen und 1914–1933 Direktor der Hamburger Kunsthalle. (e)
Pechstein, Max (1881–1955)
Deutscher Maler und Graphiker des Expressionismus. Zeitweilig Mitglied der Künstlergruppe Die Brücke. Hat das Speisezimmer der Villa Perls in Berlin ausgemalt. (e)
Peters, Wilhelm (?–?)
Berliner Architekt und Kunstsammler. Stellte im Wacker-Prozess den echten Sämann (F 690) van Goghs als Vergleichsbild zur Verfügung. (e)
Petertil, Eduard, Dr. (1902–1942)
Röntgenologe am Berliner Kaiser-Wilhelm-Institut. (e)
Picasso, Pablo (1881–1973)
Spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer der Moderne, der in Frankreich lebte. Erwähnt in den Sammlungen Koehler und Krebs sowie in der Ausstellung Von Delacroix bis Picasso 1925 bei Perls und in der Ersten Sonderausstellung von Thannhauser 1927 in Berlin. (e)
Piérard, Louis (1886–1951)
Belgischer Politiker und Publizist. Veröffentlichte 1924 die Biographie La vie tragique de Vincent Van Gogh. (e)
Pinder, Wilhelm, Prof. (1878–1947)
Kunsthistoriker und Hochschullehrer. 1920–1927 Leiter des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Leipzig. (e)
Pissarro, Camille (1830–1903)
Französischer Impressionist. Erwähnt in den Sammlungen Koehler und Krebs sowie in den Ausstellungen Von Delacroix bis Picasso und Französische Malerei des XIX. Jahrhunderts 1925/1927 bei Perls, in der Ersten Sonderausstellung von Thannhauser 1927, in der Impressionisten-Sonderausstellung bei Goldschmidt 1928 und im Berliner Kronprinzenpalais. (e)
Poussin, Nicolas (1594–1665)
Französischer Maler des Barock. Gemälde im Stil Poussins sind im Berliner Kunstklub in der Meinekestraße 27 erwähnt. (e)
Raffael (1483–1520)
Italienischer Maler und Architekt der Hochrenaissance. Erwähnt bei den heimlichen Bildverkäufen aus der Eremitage an Mellon. (e)
Rauch, Christian Daniel (1777–1857)
Bedeutender Bildhauer des deutschen Klassizismus. Erwähnt in der Sammlung Liebermann. (e)
Rembrandt van Rijn (1606–1669)
Bedeutender niederländischer Maler des Barock. Erwähnt bei den heimlichen Bildverkäufen aus der Eremitage an Gulbenkian und Mellon. (e)
Renoir, Pierre-Auguste (1841–1919)
Französischer Impressionist. Erwähnt in den Sammlungen Arnhold, Gerstenberg, Kessler, Koehler, Krebs und Liebermann sowie in den Ausstellungen Von Delacroix bis Picasso und Französische Malerei des XIX. Jahrhunderts 1925/1927 bei Perls, in der Ersten Sonderausstellung von Thannhauser 1927, in der Ausstellung Das Stilleben in der deutschen und französischen Malerei von 1850 bis zur Gegenwart 1927 bei Matthiesen, in der Impressionisten-Sonderausstellung 1928 bei Goldschmidt und im Berliner Kronprinzenpalais. (e)
Rey, Felix, Dr. (1867–1932)
Französischer Arzt. Behandelte Vincent van Gogh 1888/89 im Hospital von Arles. Wurde von ihm porträtiert. (e)
Riefenstahl, Leni (1902–2003)
Bis 1924 Ausdruckstänzerin. Dann Schauspielerin, Regisseurin, Filmproduzentin und Photographin. Wird wegen ihrer Arbeiten für die NS-Diktatur kritisiert. (e)
Ringelnatz, Joachim; eigentlich Hans Gustav Bötticher (1883–1934)
Deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler. Autor von geistreich-witzigen Gedichten. (e)
Rodin, Auguste (1840–1917)
Französischer Bildhauer und Zeichner. Eröffnete das Zeitalter der modernen Plastik. Erwähnt in der Sammlung Krebs, in der Ausstellung Französische Malerei des XIX. Jahrhunderts 1927 bei Perls und im Berliner Kronprinzenpalais. (e)
Rosenberg, Paul (1881–1959)
Französischer Kunsthändler in Paris und London, ab 1940 in New York. (e)
Rosengart, Siegfried (1894–1985)
Deutscher Kunsthändler. Vetter von Justin Thannhauser. Übernahm 1928 die Luzerner Filiale der Galerien Thannhauser. (e)
Rubens, Peter Paul (1577–1640)
Flämischer Maler des Barock. Erwähnt bei der sowjetischen Versteigerung durch Rudolph Lepke’s Kunst-Auctions-Haus in Berlin 1928 und bei heimlichen Verkäufen aus der Eremitage an Gulbenkian und Mellon. (e)
Sass, Franz (1904–1940) und Erich (1906–1940)
Die Brüder Sass wurden 1929 mit Einbruch in die Berliner Diskontobank berühmt. Sie flohen nach Dänemark, wurden 1938 ausgeliefert und ermordet. (e)
Scherl, August (1849–1921)
Erfinder der Generalanzeiger-Presse. Großverleger im Berliner Zeitungsviertel und Konkurrent von Ullstein und Mosse. 1916 wurde der Scherl-Verlag von Alfred Hugenberg übernommen. (e)
Schinkel, Karl Friedrich (1781–1841)
Preußischer Architekt und Maler. Schuf die im Buch erwähnte Blaue Galerie im Ordenspalais am Berliner Wilhelmplatz. (e)
Schiller, Friedrich von (1759–1805)
Arzt, Historiker und Dichter. Lebte von 1799 bis zu seinem Tod in Weimar. (e)
Schleicher, Kurt von (1882–1934)
Deutscher General und Politiker. 1932/33 letzter Reichskanzler der Weimarer Republik. 1934 beim „Röhmputsch” ermordet. (e)
Schlemmer, Oskar (1888–1943)
Deutscher Maler, Bildhauer und Bühnenbildner. Bauhaus-Meister. Erwähnt mit seinen vernichteten Kunstwerken in der Staatlichen Hochschule für Baukunst, bildende Künste und Handwerk in Weimar sowie im Berliner Kronprinzenpalais. (e)
Schmeling, Max (1905–2005)
Deutscher Boxer. 1930 und 1932 Weltmeister im Schwergewicht. Einer der populärsten Sportler. (e)
Schmidt-Rottluff, Karl (1884–1976)
Deutscher Maler, Graphiker und Plastiker des Expressionismus. Erwähnt im Berliner Kronprinzenpalais und im Schlossmuseum Weimar. (e)
Schottenhaml, Josef (?–?)
Münchner Kaffeehausbesitzer. Betrieb in Berlin 1927–1933 das Café Schottenhaml am Kemperplatz und ab 1933 im Europahaus am Anhalter Bahnhof. (e)
Schtschukin, Sergej (1854–1936)
Russischer Textilhändler und bedeutender Kunstsammler französischer Impressionisten. Nach der Oktoberrevolution wurde seine Sammlung enteignet und mit der von Iwan Morosow im Staatlichen Museum für Neue Westliche Kunst in Moskau zusammengelegt. (e)
Schuch, Carl (1846–1903)
Österreichischer Maler. Otto Wacker hat nach eigener Aussage mit Gemälden von ihm gehandelt. (e)
Schuffenecker, Émile (1851–1934)
Französischer Maler. Hat Gemälde Vincents bei Theo und Johanna van Gogh gekauft und kopiert. Sein Bruder Amédée Schuffenecker (1854–1936) soll sie als echt verkauft haben. (e)
Schwitters, Kurt (1887–1948)
Deutscher Maler und Dichter. Entwickelte unter dem Begriff „Merz“ ein eigenes dadaistisches Weltbild. Erwähnt in der Großen Berliner Kunstausstellung 1926. (e)
Seurat, Georges (1859–1891)
Französischer Maler. Neben Signac bedeutendster Vertreter des Pointillismus. Erwähnt in den Sammlungen Kessler und Koehler. (e)
Signac, Paul (1863–1935)
Französischer Maler und Graphiker. Neben Seurat bedeutendster Vertreter des Pointillismus. Erwähnt in den Sammlungen Koehler und Krebs. (e)
Sintenis, Renée; eigentlich Renate Sintenis (1888–1965)
Deutsche Bildhauerin, berühmt durch Tierplastiken wie den Berlinale-Bären. Erwähnt mit einem Ziegenbock vor der Galerie Flechtheim. (e)
Sisley, Alfred (1839–1899)
Englischer Maler des Impressionismus, der lange in Frankreich lebte. Erwähnt in den Sammlungen Gerstenberg und Krebs sowie in der Ausstellung Von Delacroix bis Picasso 1925 bei Perls, in der Ersten Sonderausstellung von Thannhauser 1927 und in der Impressionisten-Sonderausstellung 1928 bei Goldschmidt. (e)
Slevogt, Max (1868–1932)
Deutscher Maler, Graphiker und Illustrator des Impressionismus. Erwähnt in den Sammlungen Koehler, Krebs und Oppenheim sowie auf der Großen Berliner Kunstausstellung 1926, im Berliner Kronprinzenpalais und mit Zeichnungen bei der Tombola des Presseballs 1933. (e)
Spitzweg, Carl (1808–1885)
Volkstümlicher deutscher Maler der Spätromantik und des Biedermeier. (e)
Stalin, Josef Wissarionowitsch; eigentlich Dschugaschwili (1878–1953)
Georgischer Revolutionär. 1922–1953 Generalsekretär des ZK der KP Russlands bzw. der Sowjetunion. Hauptverantwortlich für Millionen Verfolgte und Tote. (e)
Stransky, Josef (1872–1936)
Mediziner, Dirigent und Kunsthändler. Chef der New Yorker Philharmoniker und Partner der Galerie Gimpel & Wildenstein. Kaufte das Selbstporträt mit Staffelei (F 523) und veräußerte es weiter an Chester Dale. (e)
Strebel, Joseph (1851–1897)
Deutscher Ingenieur. Erfinder des Gliederheizkessels. Ab 1906 wurden diese „Strebelkessel“ in den Mannheimer Strebelwerken hergestellt. Der Fabrikbesitzer Otto Krebs verdiente damit das Vermögen für seine Kunstsammlung. (e)
Stuck, Franz von (1863–1928)
Maler, Zeichner und Bildhauer des Münchner Jugendstils. Hat Tilla Durieux als Circe gemalt. (e)
Szafranski, Kurt (1890–1964)
Deutsch-amerikanischer Zeichner und Redakteur. Bis 1933 künstlerischer Leiter der Zeitschriften im Berliner Ullstein-Verlag. 1934 Emigration in die USA und Mitinitiator des Magazins Life. (e)
Ternowez, Boris, Prof.; auch Tarnowjetz (1884–1941)
Direktor des Staatlichen Museums für Neue Westliche Kunst in Moskau von 1923–1938. (e)
Thälmann, Ernst (1886–1944)
Deutscher Politiker. 1925–1933 Vorsitzender der KPD. 1925 und 1932 Kandidat bei der Reichspräsidentenwahl. 1933 verhaftet und 1944 im KZ Buchenwald ermordet. (e)
Thannhauser, Heinrich (1859–1934)
Vater von Justin Thannhauser. Gründer der Modernen Galerie Thannhauser in München, die 1909–1928 im Arco-Palais in der Theatinerstraße 7 lag. (e)
Tizian (ca. 1488–1576)
Venezianischer Maler der Hochrenaissance. Erwähnt beim heimlichen Verkauf von Gemälden aus der Eremitage an Mellon. (e)
Toulouse-Lautrec, Henri de (1864–1901)
Französischer Maler und Graphiker des Postimpressionismus. Erwähnt in der Sammlung Gerstenberg und in der Ausstellung Von Delacroix bis Picasso 1925 bei Perls. (e)
Traas, Jan (1898–1984)
Niederländischer Restaurator am Museum Mesdag in Den Haag. 1928 Gutachter von Wacker-van-Goghs. (e)
Trübner, Wilhelm (1851–1917)
Deutscher Maler des Realismus. Otto Wacker hat nach eigener Aussage mit Gemälden von ihm gehandelt. (e)
Tutein-Nolthenius, Hugo (1863–1944)
Niederländischer Industrieller und Kunstsammler. Besaß drei van Goghs, darunter das Selbstporträt (F 626). (e)
Uhde, Fritz von (1848–1911)
Deutscher Maler. Otto Wacker hat nach eigener Aussage mit Gemälden von ihm gehandelt. (e)
Ullstein, Franz, Dr. (1868–1945)
Jurist und Verleger. Dritter der fünf Ullstein-Brüder. Ab 1921 Vorstandsvorsitzender der Ullstein AG. Gemeinsam mit Hans Ullstein verantwortlich für die Tageszeitungen. 1930 entlassen. (e)
Ullstein, Hans, Dr. (1859–1935)
Jurist und Verleger. Ältester der fünf Ullstein-Brüder. Gemeinsam mit Franz Ullstein verantwortlich für die Tageszeitungen. (e)
Ullstein, Hermann (1875–1943)
Verleger. Jüngster der fünf Ullstein-Brüder. Verantwortlich für Zeitschriften, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. (e)
Ullstein, Leopold (1826–1899)
Verleger. Gründer des Ullstein-Verlages. Vater der fünf Ullstein-Brüder. (e)
Ullstein, Louis (1863–1933)
Kaufmann und Verleger. Zweiter der fünf Ullstein-Brüder. Kaufmännischer Direktor. (e)
Ullstein, Rudolf (1874–1964)
Verleger. Vierter der fünf Ullstein-Brüder. Bis 1934 Technischer Direktor des Hauses. (e)
Ury, Lesser (1861–1931)
Deutscher Maler. Hat um 1900 zahlreiche Berlin-Motive gemalt. Erwähnt bei der Tombola des Presseballs 1933. (e)
Velde, Henry van de (1863–1957)
Belgischer Architekt und Designer. Schuf u.a. Mobiliar für Harry Graf Kessler und Paul Cassirer sowie das Gebäude des Kröller-Müller-Museums in Otterlo. (e)
Veth, Cornelis (1880–1962)
Niederländischer Kunstkritiker. Autor der 1932 erschienen Broschüre Schoon schip! (Falsche Expertisen? Falsche Experten!). Darin verteidigt er kurz vor dem Wacker-Prozess mehrere Gemälde als echt. (e)
Voigt, Franz; eigentlich Franz Fischer (?–?)
Ehemaliger Mitarbeiter der sowjetischen Handelsvertretung in Berlin. Hat große Mengen gefälschter Dollarnoten in Umlauf gebracht. (e)
Vuillard, Édouard (1868–1940)
Französischer Maler des Intimismus. Erwähnt beim Gemäldetausch der Berliner Nationalgalerie zur Erlangung des Van-Gogh-Motivs Die Ernte (F 628). (e)
Waetzoldt, Wilhelm, Prof. Dr. (1880–1945)
Deutscher Kunsthistoriker. 1927–1933 Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin. (e)
Wagner, Richard (1813–1883)
Deutscher Komponist, Dramatiker, und Theaterregisseur. Lebte 1866–1872 in Tribschen bei Luzern im Exil. (e)
Wahl, Hans, Prof. Dr. (1885–1949)
Germanist. 1918–1949 Direktor des Weimarer Goethe-Nationalmuseums und seit 1928 des Goethe- und Schiller-Archivs. (e)
Westheim, Paul (1886–1963)
Deutscher Kunsthistoriker und Kunstkritiker. Gab 1917–1933 die Zeitschrift Das Kunstblatt heraus. 1933 Emigration nach Frankreich und 1941 nach Mexiko. (e)
Wigman, Mary, eigentlich Karoline Wiegmann (1886–1973)
Tänzerin, Choreographin und Tanzpädagogin. Machte den deutschen Ausdruckstanz international bekannt. (e)
Wilhelm I. (1797–1888)
Ab 1861 König von Preußen und ab 1871 Kaiser des Deutschen Reiches. War mit einer Marmorstatue auf der Berliner Siegesallee vertreten. (e)
Wilhelm II. (1859–1941)
Enkel von Wilhelm I. und Sohn von Friedrich III. 1888–1918 dritter und letzter Kaiser des Deutschen Reiches. (e)
Wolff, Jacob Johannes (1869–1926)
Eigentümer der Hamburger Zigarrenfabriken L. Wolff und Hacifa. Gatte der Kunstsammlerin Elsa Wolff. (e)
Wolff, Theodor (1868–1943)
Liberaler Schriftsteller und Publizist. 1906–1933 Chefredakteur des Berliner Tageblatts. Ging 1933/34 über die Schweiz nach Frankreich, wurde 1943 nach Sachsenhausen deportiert und starb im jüdischen Krankenhaus von Berlin. (e)
Zille, Heinrich (1858–1929)
Deutscher Graphiker, Maler und Photograph. Berühmt durch seine Berliner Milieu-Zeichnungen. (e)

Bildnachweis Kopfleiste: Alle Fotos Public Domain von Wikimedia Commons (Ausnahmen in Klammern). V.l.n.r.: Paul Schultze-Naumburg / Jacob-Baart de la Faille / Julius Meier-Graefe (Privatarchiv) / Georg Bernhard (Bundesarchiv, 102-06068, CC-BY-SA 3.0) / Harry Graf Kessler (Bibliothek US-Kongress) / Frieda Kwast-Hodapp / Olindo Lovaël alias Otto Wacker (Elegante Welt 3/1924) / Otto Krebs (Privatarchiv) / Max Osborn (50 Jahre Ullstein) / Max Liebermann (Bundesarchiv, 146-1998-029-6, CC-BY-SA 3.0) / Helene Kröller-Müller / Ludwig Justi (Privatarchiv) / Alfred Flechtheim.
Quellen: Die Informationen entstammen der genutzten Literatur, ergänzt mit Wikipedia.
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